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Starke Partnerschaft

 

Die Feldschlösschen Getränke AG ist das führende Getränkeunternehmen in der Schweiz. Sie verfügt über elf eigene Bier- und Mineralwassermarken und verkauft 5,3 Millionen Hektoliter Getränke im Jahr. 1800 Mitarbeiter arbeiten in den 25 Standorten. Diese teilen sich auf in sechs Produktionsstätten und 18 Getränkeverteilzentren auf. Die Feldschlösschen Getränke AG, die im Jahr 2000 von den Carlsberg Breweries übernommen worden ist, besitzt mit der Hunziker AG - der Spezialistin für Festwirtschaften - selbst eine Tochterfirma.

Früher fungierte an den einzelnen Standorten die Logistik relativ eigenständig. Die Flurförderzeuge wurden individuell und unkoordiniert beschafft. Die Anzahl der notwendigen Stapler maß man an der Saisonspitze, was zur Folge hatte, dass ein Teil der Stapler überhaupt nicht eingesetzt wurde. Hinzu kam das hohe Ausfallrisiko der Fahrzeuge. "Die Flotten waren überaltert und verursachten hohe Kosten", erinnert sich Thomas Stadler, Leiter Logistik und Mitglied der Geschäftsleitung der Feldschlösschen Getränke AG im schweizerischen Rheinfelden.

Darüber hinaus war das Reparaturrisiko nicht einzuschätzen. Eigene Werkstätten wurden bereits aus Kostengründen geschlossen und die, die es noch gab, arbeiteten nicht wirtschaftlich. Es gab keine Kostentransparenz, es gab zu viele Fahrzeuge. „Und wenn man zudem noch sieht", so Stadler weiter, „dass sich insgesamt 28 unterschiedliche Staplerhersteller hier getummelt haben, dann war es schon sehr, sehr schwierig, ein sauberes Budget aufzustellen."

Es musste Abhilfe her. „Klar war, dass wir mit dieser Ausgangslage nicht mehr weitermachen konnten", so Stadler. Der Manager verordnete dem gesamten Staplerfuhrpark eine Radikallösung: „Alles Alte musste weg und ein Neubeginn her!", war die Losung aus der Führungsetage der Feldschlösschen Getränke AG. Von nun an sollte alles gebündelt und zentralisiert werden. Ein logistisches Gesamtkonzept wurde erarbeitet.

 

Flexibilisierung mittels Mietfahrzeuge

Zum einen sollten definierte Fahrzeuge nur eines Herstellers mit möglichst wenigen Varianten beschafft werden. Neben optimalen Einkaufskonditionen und einer kurzen Reparatur-Reaktionszeit durch einfache Teilebeschaffung war in erster Linie eine leichte Austauschbarkeit der Fahrzeuge bei Veränderungen der Logistikstruktur bzw. zum Ausgleich von Nutzungsunterschieden von Wichtigkeit. Die Optimierung der Fahrzeuge sollte durch eine Flexibilisierung mittels Mietfahrzeugen für Saisonspitzen sowie durch die Tatsache sichergestellt werden, dass keine Ersatzfahrzeuge für eventuelle Ausfälle bereitgehalten werden müssen.

Zum zweiten wollte Feldschlösschen ihr eigenes Kapital mit dieser Radikalkur nicht strapazieren. Hierzu sollte die gebundene Liquidität durch den Verkauf der Altflotte an den Fahrzeughersteller freigesetzt werden. Darüber hinaus war unabdingbar, dass sich die Unterhaltskosten drastisch reduzieren. „Was wir brauchten war eine Kostensicherheit", erzählt Thomas Stadler, „und zwar über Basissätze." Von vornherein klar war auch, dass der Fahrzeughersteller als Generalunternehmer fungieren sollte.

„Das Vorgehen nun war recht einfach", erzählt Stadler. Das Logistik-Team von Feldschlösschen bildete eine Projektgruppe. Hierin vertreten waren der Einkauf, die Flottenmanager, der Logistikleiter aber auch Vertreter aus der Abteilung Finanzen. „Dann haben wir alle markenstarken Anbieter, die einen europäischen Rahmenvertrag mit der Carlsberg-Gruppe abgeschlossen hatten, zu Vorverhandlungen eingeladen." Nach der Darstellung der Situation wurden über mehrere Stufen die Angebote verhandelt - bis noch zwei potentielle Anbieter übrig blieben. Einer von beiden war die Jungheinrich AG.
Eine „ziemliche Anstrengung" war es, die einzelnen Staplertypen auf die jeweiligen Arbeitsaufgaben herunter zu brechen. „Wir haben gemerkt, dass Stapler nicht gleich Stapler ist", erinnert sich der Logistikchef. „Aber gemeinsam mit Jungheinrich haben wir das geschafft." Die Ist-Aufnahme der Altgeräte gab schließlich den Ausschlag dafür, dass Jungheinrich aus Hamburg den Auftrag bei Feldschlösschen in Rheinfelden erhielt.

In der durch Jungheinrich durchgeführten Aufnahme der Ist-Situation wurden die vorhandenen Fahrzeuge in 14 verschiedene Klassen eingeteilt. Die Stapler wurden komplett durchnummeriert, Mängel aufgenommen und nach deren Schwere klassifiziert. Von den teilweise geleasten Fahrzeugen mussten Entscheidungen über eine vorzeitige Vertragsauflösung getroffen und vereinbart werden. Hieran schloss sich die Definition der Neufahrzeuge an. „Nach Aufnahme des Bedarfs stellte sich schnell heraus", so Stadler, „dass beispielsweise auf Grund der baulichen Gegebenheiten an den Standorten eine Standardisierung der Staplerflotte nahezu unmöglich ist." Ähnliches gilt für spezifische Anforderungen wie die Grob- und die Feinverteilung.

Alle Fahrzeuge aus einer Hand

Doch es sprachen noch andere Gründe für das Hamburger Unternehmen. Bei ausgiebigen Tests wurden die Jungheinrich-Geräte durch die zukünftigen Anwender, die Staplerfahrer, am Besten beurteilt. Hinzu kam das es sich bei Jungheinrich um einen Komplettanbieter handelt, also alle Fahrzeuge tatsächlich aus einer Hand kommen. „Ein zentraler Punkt war für mich ein gutes Servicenetz", erzählt Stadler. Diesbezüglich ist Jungheinrich in der Schweiz führend. Das Unternehmen hat allein im Alpenstaat etwa 200 Mitarbeiter im Außendienst. Die war schließlich der dritte ausschlaggebende Punkt. Feldschlösschen wollte einen Partner, der in der Schweiz fest verankert ist, und diesem Land auch langfristig treu bleibt. Summa summarum konstatiert Thomas Stadler: „Wir wollten kein billiges, sondern ein günstiges Angebot."

Die Typenvariation der gelieferten 388 Gabelstapler ist nahezu ebenso vielfältig wie die gesamte Jungheinrich-Produktpalette. Neben 126 Niederhubwagen und 69 Hochhubwagen sorgen auch 57 Elektrostapler und 42 Dieselstapler, 31 Schubmaststapler sowie 63 Kommissionierer dafür, dass die Logistik bei Feldschlösschen reibungslos und kosteneffizient läuft.

Die Verladung, beispielsweise, wird zu zwei Dritteln mit Elektrostandhubwagen gewährleistet. Hinzu kommt ein Dieselstapler mit einer Tragkraft von bis zu sieben Tonnen zum Einsatz. Dem DFG aus dem Hause Jungheinrich wird von Stefan Schlachter, Lagerleiter in Rheinfelden, eine große Leistungsdichte bescheinigt. Mit ihm wird direkt in den Bahnwagen verladen. „Es ist ein Superfahrzeug", sagt Schlachter.

Staplerflotte auf dem neuesten Stand

„Wir haben Fahrzeuge, die auf dem neuesten Stand sind", resümiert auch Thomas Stadler. Durch die Systempartnerschaft konnte Feldschlösschen ihre komplette Staplerflotte nicht nur ökonomisch, technisch und ergonomisch auf den neusten Stand bringen. „Wir haben auch das ganze Thema Unterhaltskosten und Budgetierung auf einen Schlag vereinfacht."

Die Staplerflotte hat Feldschlösschen auch dank der Systempartnerschaft mit Jungheinrich heute voll im Griff. Neben der Qualität, die auch die Motivation in der Belegschaft spürbar erhöht hat, hat man auch kostentechnisch in Rheinfelden einen großen Schritt gemacht. Nicht nur die Fahrzeugflotte konnte deutlich, um knapp 30 Prozent, gesenkt werden. Auch die Gesamtkosten gingen um etwa 16 Prozent zurück.

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