Wir über uns
Investor Relations
Karriere
Presse & Information
Produkte
Dienstleistungen
Standorte weltweit

Jungheinrich-Hydrostaten in der nördlichsten Brauerei der Welt

In der Getränkeindustrie müssen schwere Lasten schnell und effizient transportiert werden. Jungheinrich-Verbrenner mit hydrostatischem Antrieb sind für diese Aufgaben wie geschaffen. Das weiß und schätzt man auch im hohen Norden.

Jungheinrich-Hydrostaten bei Umschlagarbeiten in der Macks Bryggeri in Tromsø.
Viel zu tun für die Jungheinrich-Hydrostaten bei Macks Bryggeri.

Als Ludwig Mack im zu Ende gehenden 19. Jahrhundert nach Norwegen auswanderte, hatte er noch ganz andere Pläne. Der gebürtige Bayer kam nach Tromsø, etwas südlich des siebzigsten Breitengrades gelegen, um sich hier als Bäcker eine Existenz aufzubauen. Schnell spürte er das Interesse an Bier in diesem Gebiet. Und so entschied Ludwig Mack, lieber Bier zu brauen und gründete Macks Bryggerie – die nördlichste Brauerei der Welt. 

Das Familienunternehmen, das auch heute noch ihren Hopfen aus der Hallertau im nördlichen Oberbayern bezieht, begann mit einem kleinen Gebäude und wenigen Angestellten. Heute erstreckt sich die Brauerei über 34.000 Quadratmeter im Herzen der Stadt Tromsø. Im Jahr 2008 beschäftigte Macks Bryggerie 127 Mitarbeiter und produzierte etwa zwölf Millionen Liter Bier. Hinzu kamen noch über 20 Millionen Liter alkoholfreie Getränke. Der Umsatz lag bei 538 Millionen Norwegischen Kronen, also etwa 60 Millionen Euro.

Jungheinrich-Hydrostat transportiert Bierfässer auf einer Kai-Anlage in Tromsø.
Das gute Bier muss oft direkt zu einem Schiff für den Weitertransport gebracht werden.

Viele Lieferungen per Schiff

„Wir sind heute selbstverständlich in sehr vielen Bereichen aktiv“, erzählt Siri Hamnvik, Leiterin Marketing bei Macks Bryggeri. Das Brauen von Bier sei natürlich ein wichtiges Standbein. Darüber hinaus füllt Mack in enger Kooperation, beispielsweise mit dem Coca-Cola-Konzern, deren Produkte in Tromsø für das eigene Vertriebsgebiet ab." Hamnvik: „Diese Kooperation war sehr bedeutend für das Wachstum der Brauerei und maßgebend für die Größe, die unser Unternehmen heute hat.“  

Damit Unternehmen dieser Größe ihre qualitativ hochwertigen Produkte auch zum richtigen Zeitpunkt in der entsprechenden Quantität zum Kunden befördern können, bedarf es einer erstklassigen Logistik. Der Transport der in dem mehrstöckigen Gebäude produzierten Getränke erfolgt über spezielle Fahrstühle direkt zum Lager. „Die Paletten, die wir ausliefern, werden dort kundenspezifisch gepackt“, sagt Eirik Johansen, Leiter Produktion und Logistik bei Macks Bryggeri, „und zwar so, dass diese den Laderaum der Lkw optimal ausnutzen.“

Insgesamt 36 Paletten passen so in einen Trailer. Mit einer Voll-Last von 50 Tonnen, inklusive Zugmaschine, geht die Ware anschließend in das Einzugsgebiet der Brauerei: die Region Tromsø und die Finmark. „Insbesondere im Winter ist es eine Herausforderung, einen 50-Tonnen-Truck durch Nord-Norwegen zu steuern“, erzählt Johansen. So wundert es auch nicht, dass ziemlich viele der heutigen Getränkelieferungen per Schiff vorgenommen werden – und nicht nur, weil die Brauerei praktischerweise direkt am Wasser liegt.

Jungheinrich bietet auch Zugangsmanagement

Damit die Logistik im Lager reibungslos läuft, hat sich Mack mit Jungheinrich einen Spezialisten ins Haus geholt. „Ich hatte bereits früher Kontakt zu Jungheinrich und kannte auch deren Produkte“, berichtet der Logistikleiter. „Aus diesem Grund wollte ich mir, als ich zu Mack kam, alle Stapler mit den dazugehörigen Verträgen ganz genau anschauen.“ Aus dieser Analyse folgte, dass eine Reihe an Staplern für den Austausch reif war. Jungheinrich erhielt den Zuschlag, nicht nur, weil das Hamburger Unternehmen in ganz Norwegen mit einer eigenen Vertriebs- und Servicemannschaft vertreten ist, sondern auch in der Lage war, ein effektives Zugangsmanagement für Flurförderzeuge anzubieten.

Ein Jungheinrich-Hydrostat vom Typ DFG 425s bei der Arbeit in der Macks Bryggeri in Tromsø.
Die Jungheinrich-Hydrostaten zeichnen sich durch vergleichsweise niedrige Umweltbelastung aus.

Zündschlüssel gehört Vergangenheit an

Bei diesem Zugangsmanagement, dem sogenannten „Jungheinrich ISM“, handelt es sich um ein System, das die selektive Zugangskontrolle zu den Flurförderzeugen, die Aufzeichnung von Informationen über den Einsatz der Stapler und deren Auswertung ermöglicht. „Im Zündschloss steckende Schlüssel gehören mit diesem System der Vergangenheit an“, erläutert Geir Roger Hagenes, Jungheinrich-Verkaufsleiter in Nord-Norwegen. „Der Zugang zum Stapler selbst erfolgt über eine Art Chip.“ Dieser wird von einem Verantwortlichen des Unternehmens per Computer mit einsatzspezifischen Parametern versehen, sodass nur geschulte und berechtigte Fahrer mit den Staplern arbeiten können.

„Das Beste am Jungheinrich ISM ist, dass unsere Fahrer ganz genau wissen, wozu das System fähig ist, und deshalb ihre Fahrweise entsprechend angepasst haben“, freut sich Eirik Johansen. Durch Gabelstapler verursachte Schäden seien seit der Nutzung des Jungheinrich ISM bei Macks Bryggeri auf nahezu Null gesunken. „Wir könnten den Fahrer und seine Fahrweise kontrollieren, wenn wir möchten!“, so Johansen.

Genutzt wird das Jungheinrich ISM hier in der Hauptsache aber, um den Service-Level, die Betriebsstunden und somit auch die Effektivität der Fahrzeuge zu überprüfen. „Denn es liegt nicht in meinem Interesse, dass wir hier mehr Gabelstapler als nötig fahren haben!“   So sorgen beispielsweise Jungheinrich-Verbrenner für die gewünschte Effizienz im Lager von Mack Bryggeri. Hierbei handelt es sich um hydrostatisch angetriebene Gabelstapler vom Typ DFG 425s-435s, ausgerüstet mit einer Getränkeklammer, die zur gleichzeitigen Aufnahme von mehreren Paletten dient.

Sehr niedrige Emissionswerte der Fahrzeuge

Herzstück dieser Fahrzeuge, die Lasten bis zu 3.500 Kilogramm heben können, sind Volkswagen-Motoren, mit denen zahlreiche Vorteile aus der Automobilindustrie in die Jungheinrich-Verbrenner Einzug gehalten haben. Hagenes: „Die Geräte sind sehr leise und weisen unter anderem einen deutlich geringeren Verbrauch und damit auch sehr niedrige Emissionswerte auf!“   „Die Basis für Spitzenleistungen bei gleichzeitig maximaler Energieeffizienz liegt jedoch in der Systemsteuerung“, so der Jungheinrich-Verkäufer weiter. Diese erfolgt über eine von Jungheinrich selbst entwickelte Software.

Neben viel Fahrkomfort stehen die hydrostatischen Fahreigenschaften insbesondere für eine hohe Umschlagleistung bei intensiven Einsätzen mit vielen Richtungswechseln. In der Praxis bedeutet dies unter anderem schnelles und direktes Beschleunigen sowie rasche, dabei aber sanfte und geschmeidige Richtungswechsel.

Jungheinrich-Hydrostat in freier Natur im Norden Norwegens.
Kommen mit den Klimabedingungen im hohen Norden gut zurecht: die Hydrostaten von Jungheinrich.

Schnell die volle Leistung liefern

Diese Vorteile wissen die Fahrer bei Macks insbesondere in der kalten Jahreszeit zu schätzen. Da im Winter jede Menge Paletten zu bewegen und umzulagern sind, kommen die Hydrostaten von Jungheinrich naturgemäß sehr oft bei Eis und Schnee zum Einsatz. Gefordert waren hierfür Gabelstapler, die sehr schnell von Null auf volle Leistung gehen, dabei aber ein anderes Fahrverhalten als die bisher bei Macks Bryggeri genutzten Fahrzeuge an den Tag legen.

„Ich kannte den Hydrostaten von Jungheinrich nicht und war zunächst skeptisch“, bekennt Eirik Johansen. „Die Idee kam von Geir Roger. Aber ich muss heute sagen: Diese Fahrzeuge erfüllen die Erwartungen voll und ganz!“   Die Aussage von Johansen bezieht sich auch auf die Ergonomie des DFG 425s. „Wenn der Fahrer sich auf einem Gerät wohlfühlt, dann spiegelt sich das nahezu eins zu eins in der Effizienz des Staplers wider“, ist der Logistiker überzeugt. So ist beispielsweise der Arbeitsplatz des DFG 425s serienmäßig großzügig und nach neuesten ergonomischen Anforderungen gestaltet. Durch die neue doppelte Entkopplung der Antriebseinheit und des Fahrerplatzmoduls vom Rahmen werden die Humanschwingungen auf ein Minimum reduziert.  

Bedienung über SOLO-Piloten

Die Bedienung der bei Macks Bryggeri eingesetzten Hydrostaten erfolgt über einen sogenannten SOLO-Piloten. Hierbei handelt es sich um Bedienelemente, die in der in zwei Richtungen einstellbaren, mitschwingenden Armlehne integriert sind. „Der Fahrer kann seinen rechten Arm ganz bequem auf die Lehne legen und den Stapler einfach durch simple Fingerbewegungen steuern“, so Hagenes weiter. „Dieses ‚Finger-Tip-System’ kannte ich in dieser Form bisher auch nicht“, ergänzt Johansen. „Für mich war es einfach ein Test!“ Ein erfolgreicher, offensichtlich.  

Ein solches Bedienelement findet sich auch auf den neuen Elektro-Gegengewichtsstaplern der Baureihe 2 und 3 von Jungheinrich. Diese vielseitigen Fahrzeuge, die bis zu zwei Tonnen transportieren können, sind genauso für den Einsatz in der Getränkeindustrie prädestiniert, wie deren „großer Bruder“, der EFG 430. Dieser kann Lasten von bis zu drei Tonnen transportieren und verfügt über einen erhöhten Fahrersitz für eine ungehinderte Sicht des Fahrers.

Gut im Außen- und Innen-Einsatz

Dank des Einsatzes der neuesten Generation der Drehstromtechnologie können diese Fahrzeuge sehr gut im Innen- als auch im Außeneinsatz fahren. „Die Umweltfreundlichkeit der Drehstromtechnologie zeigt sich insbesondere durch den sehr guten Wirkungsgrad der Fahrzeuge, gekoppelt mit einem konstant niedrigen Verbrauch“, erläutert Geir Roger Hagenes. Die geringen Energiekosten würden zudem durch die Energierückgewinnung beim Bremsen nochmals deutlich gesenkt, sodass ein Batteriewechsel bei den meisten Zwei-Schicht-Einsätzen nicht notwendig sei.  

Ein solcher Zwei-Schicht-Einsatz wird bei Macks Bryggeri derzeit höchstens in Stoßzeiten gefahren – was aber nicht so bleiben muss: „Insbesondere ein Getränkelager untersteht ständigen Veränderungen“, erläutert Siri Hamnvik. „Aufgrund der derzeitigen Produktionsmengen benötigen wir außerdem zukünftig deutlich mehr Platz.“ So ist geplant, dass zwischen 2011 und 2013 ein kompletter Umzug der Brauerei samt Lager, inklusive Modernisierung, nach Vollan, 70 Kilometer südöstlich von Tromsø, ansteht.  

Macks bleibt Standort Tromsø treu

Dennoch wird Macks Bryggeri dem alt eingesessenen Standort treu bleiben. Das Familienunternehmen, das mittlerweile in der fünften Generation erfolgreich geführt wird, will nach dem Umzug das Gelände mitten in Tromsø zu einem Kultur- und Einkaufszentrum mit Hotel ausbauen, wobei die Kunst des Bierbrauens hier immer noch im Mittelpunkt stehen wird. Siri Hamnvik: „Herzstück dieses Zentrums  wird das hiesige Brauhaus werden!“ Und Macks Bryggeri ist dann immer noch die nördlichste Brauerei der Welt.

Produktinformationen
DFG/TFG 425s-435s

weiter

Produktinformationen
Jungheinrich ISM
weiter

Deutsch
English