
- Jungheinrich-Stapler machen auch in engen Gängen eine gute Figur.
Ein schneller Blick genügt. Erfahren im Umgang mit dem Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen EJE 116, weiß der Bediener, wie er die Kurve kriegt. Geschickt nutzt er die Wendigkeit des Hubwagens aus, um die schmale Lkw-Ladefläche mit palettierten Getränkekästen zu füllen. Wird der Platz zu eng, stellt er einfach die Deichsel des EJE 116 hoch und drückt den Schleichfahrttaster auf der Unterseite des Deichselkopfes. Jetzt lässt sich der Hubwagen, der mit einem Vorderbaumaß von nur 494 Millimetern versehen ist, sogar auf noch weniger Fläche sicher rangieren. Im knapp bemessenen Raum erkennt man auch die Vorzüge der niedrigen Batteriehöhe, die selbst kleineren Bedienern eine gute Sicht auf die Gabelspitzen ermöglicht.
Flexibles Batteriemanagement
Diplom-Wirtschafts-Ingenieur Ulrich Krumme, Geschäftsführer der Ulrich Krumme Transportunternehmen GmbH, Bielefeld, beobachtet das Manöver. „Die kurze Baulänge des Hubwagens war einer der Gründe, uns für Flurförderzeuge von Jungheinrich zu entscheiden. Wir arbeiten zurzeit mit einer Flotte von elf EJE 116, die unsere Fahrer auf ihren Lkw-Auslieferungstouren mitnehmen. Das zweite Argument, das für Jungheinrich spricht, ist das integrierte Batterieladegerät. Eine Option, die wir aus ökonomischen Erwägungen gezogen haben. Denn das Ladegerät gestattet uns, die Hubwagen schnell an jeder Netzsteckdose aufzuladen, auch unterwegs beim Kunden.“ Auf dieses flexible Energiemanagement möchte die Spedition nicht verzichten, obwohl sie ihre EJE 116, trotz täglich fünf bis sechs Einsatzstunden, nur an jedem zweiten Tag laden muss. Die langen Intervalle beruhen auf starken Batterien und einem sparsamen Energiehaushalt. Über einen kombinierten Entladewächter, der mit einer Hubabschaltung und Ladezustandsanzeige ausgerüstet ist, lässt sich die Restleistung der Batterie permanent kontrollieren. Sollte doch einmal ein Wechsel der Batterie notwendig sein, könnte Krumme sie rasch seitlich herausnehmen.
Der Lkw ist mittlerweile bei einem Getränkemarkt angekommen, wo der Fahrer die Ladebordwand in die Waagerechte geneigt hat. Jetzt fährt er mit seinem Hubwagen die erste Palette auf die Ladebühne. Die Unebenheiten zwischen dem Lkw-Aufbau und der Ladebordwand überbrückt das Gerät problemlos mithilfe seiner Tandemrollen, mit denen alle bei Krumme eingesetzten EJE 116 versehen sind. Bei dieser Aufgabe profitiert der Fahrer wieder von den ergonomischen Vorteilen, die der Multifunktionsdeichselkopf des Flurförderzeugs bietet. Hierzu zählen Wippentaster mit berührungslos arbeitender Elektronik, die sich in jeder Deichselstellung mühelos betätigen lassen, übersichtlich angeordnete Schalter und eine vorbildlich an die Handhaltung angepasste Griffneigung. Außerdem eine klare Farbsystematik und Taster mit abriebfesten Symbolen, die es erlauben, den Hubwagen intuitiv zu bedienen. Für den Betreiber sind auch die gemäß IP 65 abgedichtete Sensorik des Deichselkopfes und der damit verbundene Ausfallschutz wichtig, weil die EJE 116 ihre Last nach draußen auf die Ladebordwände und bis in die Märkte hinein durch Wind und Wetter sowie über unebene Böden transportieren.

- Der EJC 214 - ein Stapler mit leistungsstarker und verbrauchsarmer Drehstrom-Technologie von Jungheinrich.
Hohe Kippstabilität in Kurven
Der Lkw-Fahrer steuert den Gabelhubwagen mit der Palette, auf der Getränkekästen gestapelt sind, in einen Markt. Die hohen Geschwindigkeiten und Beschleunigungswerte, die der EJE 116, ausgestattet mit 1.600 Kilogramm Tragkraft, dabei erreicht, basieren auf dem optimalen Wirkungsgrad seines leistungsstarken Drehstromfahrmotors. Dieser ermöglicht auch schnelle Fahrtrichtungswechsel und schafft folglich beste Bedingungen für einen effizienten Warenumschlag.
Im engen Lager des Marktes erhöht die unten angelenkte, lange Deichsel die Arbeitsicherheit. Durch sie hält der Bediener den nötigen Abstand zu dem Gerät. Ein Vorteil, der vor allem in Kurven auffällt, wo die Hubwagen einer weiteren Herausforderung gegenüberstehen. „Da wir Getränkekästen transportieren, die oft keine Bandsicherungen tragen, ist Kippstabilität in Kurven unabdingbar, betont Ulrich Krumme. Jungheinrich verwendet daher gefederte und gedämpfte Stützräder, die über die Koppelschwinge ProTracLink miteinander verbunden sind. Abhängig von der Fahrsituation verteilt ProTracLink die Stützkraft bei Geradeausfahrten gleichmäßig auf sämtliche Räder und konzentriert sie in Kurven auf das äußere Stützrad.
Die Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen EJE 116 verursachen wegen ihrer Drehstromtechnik außerdem deutlich weniger Betriebskosten. Gründe dafür sind der wartungsfreie Drehstromfahrmotor ohne Kohlebürsten, ein leichter Zugang zu allen Aggregaten und der Schutz vor Staub und Feuchtigkeit, weil die Steuerung und die Stecker nach IP 54 gekapselt sind. Ferner verringert die Koppelschwinge ProTracLink den Verschleiß der Stützräder bei schrägen Auffahrten auf Rampen, indem sie die Höhenunterschiede der beiden Räder über ihre mechanische Verbindung nivelliert. Zu reduzierten Wartungskosten trägt auch die von dem Transportunternehmen genutzte optionale Informationsanzeige CanDis bei, die die Betriebsstunden und Fehlercodes speichert.
Deichselstapler mit kleinem Wenderadius
In Schloß Holte betreibt die Spedition Krumme ein Kühllager, in dem bei acht bis zwölf Grad Celsius Grundmaterial für die Nahrungsmittelproduktion liegt. Das Handling der Paletten, ebenfalls auf engstem Raum, übernimmt ein Elektro-Deichselstapler EJC 214z von Jungheinrich.
Ulrich Krumme lässt kurz das Rolltor hochlaufen und betritt den Kühlbereich. Er deutet auf den EJC 214z. Dessen Bediener hat die Deichsel hochgestellt und den Schleichfahrttaster gedrückt, um Ware auszulagern. „Wir haben uns für diesen Gerätetyp entschieden, weil er durch seinen kleinen Wenderadius mit einer geringen Gangbreite auskommt. Andernfalls könnten wir ihn nicht zwischen unseren Regalen einsetzen. Die vier schmalen Gassen haben sich ergeben, da nur eine bestimmte Fläche zur Verfügung stand und eine möglichst große Zahl an Palettenplätzen einzurichten war.“ Optional liefert Jungheinrich den EJC 214z mit einer elektrischen Deichsellenkung, die besonders leichtgängig ist. Bei ihrem Einsatz ermüdet der Bediener nicht so schnell. Ein Vorteil, vor allem wenn er länger mit hochgestellter Deichsel rangiert.
Zur Standardausstattung des EJC 214z, der für eine Tragfähigkeit von 1.400 Kilogramm ausgelegt ist, gehört die leistungsstarke, verbrauchsarme, umweltschonende und wartungsfreie Jungheinrich-Drehstromtechnologie. Krumme stapelt das Material mit dem Gerät bis auf eine obere Ablagehöhe von vier Meter und damit fast bis unter die Decke der 6,3 Meter hohen Halle. Höchste Sicherheit garantiert dabei der elektronisch geregelte Pumpenmotor des EJC 214z. Verglichen mit der Vorgängergeneration, lassen sich alle Hub- und Senkfunktionen des 30 Millimeter schmaleren Fahrzeugs ohne Umgreifen vom Multifunktionsdeichselkopf aus noch feinfühliger über Wippentaster betätigen. Egal, ob es darum geht, Ware stoßfrei abzusetzen oder präzise an eine Regalposition heranzufahren. Außerdem reduziert die geregelte Hydraulik den Energieverbrauch, die Lautstärke beim Heben sowie die Servicekosten, weil das Pumpenschütz entfällt. Servicefreundlich ist auch die bajonettartige Konstruktion, die es erlaubt, das komplette Stützrad nach oben herauszuheben. Ferner ist die neue Deichsel gemäß IP 65 gekapselt und die Resttragfähigkeit des EJC 214z um bis zu 25 Prozent erhöht und die Batterieentnahme an die Seite verlegt worden.
Radarme lassen sich anheben
Mit dem EJC 214z be- und entlädt der Betreiber auch Lkw. Der Bediener demonstriert, wie leicht sich das Gerät über eine Ladebrücke lenken lässt. Grund dafür ist ein zweiter Hubmechanismus, der Radarmhub. Durch ihn ist der Stapler in der Lage, seine Radarme unabhängig von den Gabeln anzuheben, sodass er an Bodenfreiheit gewinnt. Dazu Ulrich Krumme: „Der Radarmhub schafft praktisch Barrierefreiheit. Er ermöglicht uns, mühelos vom Lkw auf Rampen und Überfahrbleche zu wechseln.“ Da der Radarm- und der Masthub frei voneinander arbeiten, könnte das Unternehmen sogar zwei Paletten gleichzeitig transportieren.

- Ein DFG von Jungheinrich - keine Probleme mit den vielen Getränkekisten.
Neben dem Elektro-Deichselstapler EJC 214 nutzt die Spedition einen EJC 216z, der mit 1.600 Kilogramm eine höhere Tragfähigkeit besitzt. Dieses Flurförderzeug läuft, zusammen mit einem Elektro-Vierradstapler EFG 320, in Herford im Eventmateriallager des Betreibers.
Dieselstapler DFG 690
An seinem Hauptsitz in Bielefeld setzt Krumme einen Dieselstapler DFG 690 mit Hydrodynamikantrieb und einer Tragfähigkeit von neun Tonnen ein. Das ebenfalls von Jungheinrich gelieferte Fahrzeug hebt leere 20-Fuß- und 45-Fuß-Container von ihren Chassis und stellt sie in ein Zwischenlager. Überdies be- und entlädt das Gerät Lkw und Container. Das Umschlaggut besteht im Wesentlichen aus Getränke-Leer- und -Vollgutpaletten.
Der DFG 690 ist täglich fünf bis sechs Stunden lang im Einsatz. Jetzt positioniert er weich und ruckfrei vor einer Lkw-Ladefläche. „Im Getränkebereich kommt es auf ein sanftes Handling an«, erläutert Ulrich Krumme. „Angesichts unserer Nachbarschaft ist aber auch die geringe Geräuschentwicklung des Staplers wichtig.“Als unverzichtbar gilt zudem der Spritzwasserschutz gemäß IP 64 für die elektronische Fahr- und Hydrauliksteuerung, zumal sich das Flurförderzeug nur im Freigelände bewegt.
Beste Voraussetzungen für ein entspanntes und konzentriertes Arbeiten bietet der Neuntonner durch Ergonomie und Komfort. In der serienmäßig ohnehin umfangreich ausgerüsteten Kabine hat die Spedition zusätzlich eine Standheizung installieren lassen.
Mithilfe von Anbaugeräten ist der DFG 690 auf seine Aufgaben abgestimmt worden. Ulrich Krumme: „Wir nutzen ein 2,4 Meter breites Zinkenverstellgerät, um die Gabeln in die Taschen der Container einführen sowie um Maschinen und schwere Kisten handhaben zu können. Abgesehen davon hat Jungheinrich den Stapler mit 2,4 Meter langen Gabeln ausgestattet, damit es uns möglich ist, Lkw komplett von einer Seite aus mit jeweils zwei Europaletten zu beladen.“

- Bei Bedarf wird die Stapler-Flotte per Mietvertrag einfach vergrößert.
Variable Flottenstärke
Da das Arbeitsaufkommen in der Spedition stark schwankt, vergrößert Krumme seine Flurförderzeugflotte, wenn der Bedarf saisonal steigt. Ergänzend zu seinen gekauften und geleasten Geräten, mietet er dann weitere Fahrzeuge an. Eine wirtschaftliche Strategie, vor allem im Hinblick auf die Elektro-Deichsel-Gabelhubwagen EJE 116, die am meisten von dem unregelmäßigen Auftragsvolumen betroffen sind.
