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27.05.08 13:00

Jungheinrich präsentiert die Studie einer Direktmethanol-Brennstoffzelle für Flurförderzeuge

Jungheinrich stellt erstmals auf einer internationalen Fachmesse die Studie einer Direktmethanol-Brennstoffzelle für Flurförderzeuge aus. Im Rahmen eines Projektes des Forschungszentrums Jülich unterstützt Jungheinrich die Entwicklung dieser zukunftsweisenden Antriebstechnologie.

Auf der CeMAT 2008 stellt Jungheinrich dem internationalen Fachpublikum erstmals ein Direktmethanol-Brennstoffzellenkonzept vor, das vollständig in den Batterieraum eines Elektro-Niederhubkommissionierers integrierbar ist. Innerhalb eines Konsortiums, dem neben dem Forschungszentrum Jülich als Konsortialführer unter anderem auch Jungheinrich als Flurförderzeughersteller angehört, wird derzeit intensiv daran geforscht, ob die Direktmethanol-Brennstoffzelle als Antriebskonzept für Flurförderzeuge wirtschaftlich und technisch geeignet ist.

Im Gegensatz zu den auf Wasserstoff basierenden Brennstoffzellen, die derzeit beispielsweise in der Automobilbranche erforscht werden, handelt es sich bei der Direktmethanol-Brennstoffzelle um eine Anwendung im so genannten „kleinen Leistungsbereich“. Diese Brennstoffzellentechnologie könnte, wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen, nach entsprechender Forschungs- und Entwicklungszeit zukünftig in Elektro-Hubwagen und Elektro-Deichselstaplern verwendet werden. Die günstigsten Randbedingungen für den Einsatz solcher Systeme ergeben sich bei größeren Fahrzeugflotten, die im Mehrschichtbetrieb arbeiten.

Statt die Batterie zu wechseln, würde ein Staplerfahrer mit einer serienreifen Direktmethanol-Brennstoffzelle zukünftig nur wenige Minuten zum Auftanken seines Gerätes benötigen. Hinzu kommt, dass eine Tankfüllung mehr als doppelt so lange reicht wie die Kapazität einer Batterie – ein klarer Vorteil des sehr energiedichten Brennstoffs Methanol im Vergleich zu den sich ebenfalls in der Erforschung befindlichen Wasserstoff-Brennstoffzellen. Die Infrastruktur für das Betanken mit Methanol ließe sich im Gegensatz zu der für die Wasserstoff-Versorgung schnell und kostengünstig realisieren. „Methanol lässt sich ebenso einfach handhaben wie Benzin oder Diesel“, erläutert Ralf Baginski, Leiter Grundlagenentwicklung bei Jungheinrich, „und wird darüber hinaus im großen Stil in der chemischen Industrie verwendet, so dass die Verfügbarkeit kein Problem darstellt. Zudem lässt sich Methanol auch aus nachwachsenden Rohstoffen leicht herstellen.“

Sollte sich diese Technologie durchsetzen, dann würden die Konstrukteure von Flurförderzeugen weitere Freiräume erhalten. „Da die Brennstoffzelle gegenüber der Bleibatterie in mehrere Funktionseinheiten teilbar ist“, so Baginski weiter, „könnten sich zusätzliche konstruktive Freiheiten ergeben, die beispielsweise für kompaktere Mitgängergeräte oder noch mehr Komfort auf Mitfahrgeräten genutzt werden könnten.“

Zur Weiterentwicklung der Direktmethanol-Brennstoffzelle hat sich die Jungheinrich AG mit dem Forschungszentrum Jülich und den Firmen AKG Verwaltungsgesellschaft mbH, ebm-Papst Landshut GmbH sowie Ritter Elektronik GmbH zusammengeschlossen. Das Konsortium wird begleitet von der Unternehmensberatung Management Engineers GmbH & Co. KG.

Jungheinrich setzt Maßstäbe in der Forschung und Entwicklung

Jungheinrich gehört in der Flurförderzeugbranche zu den führenden Unternehmen in der Erforschung und Entwicklung neuer Technologien. So setzte Jungheinrich beispielsweise als erstes Unternehmen konsequent auf die Drehstromtechnik und verhalf damit dieser Energie sparenden und wartungsfreien Technologie branchenweit zum Durchbruch. Auch mit zahlreichen Entwicklungen in Sachen Sicherheit und Ergonomie setzt Jungheinrich Maßstäbe. Hierzu zählen unter anderem das Jungheinrich Fahrsicherheitssystem Curve Control und der zur CeMAT 2005 als Konzeptstudie vorgestellte und nun serienreife JetPilot für Elektro-Gegengewichtsstapler. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beliefen sich allein in den vergangenen fünf Jahren auf 30 bis 40 Millionen Euro pro Jahr. In der Entwicklung sind bei Jungheinrich konzernweit mehr als 360 Mitarbeiter tätig.

Jungheinrich gehört zu den international führenden Unternehmen in den Bereichen Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Als produzierender Logistikdienstleister bietet Jungheinrich seinen Kunden ein umfassendes Produktprogramm an Staplern, Regalsystemen und Dienstleistungen für die komplette Intralogistik. Die Jungheinrich-Aktie wird an allen deutschen Börsen gehandelt.

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