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15.06.10 13:00

Jungheinrich setzt Konsolidierungskurs erfolgreich fort

Hauptversammlung in Hamburg / Markt für Flurförderzeuge erholt sich spürbar / Jungheinrich-Auftragseingang legt deutlich zu

Hamburg. Der Jungheinrich-Konzern hat in den ersten vier Monaten des Jahres 2010 seinen Konsolidierungskurs erfolgreich fortgesetzt. Entsprechend dem Anziehen der Weltwirtschaft zeigte die Flurförderzeugindustrie kräftige Zuwächse gegenüber dem niedrigen Marktvolumen des Vorjahres. Jungheinrich profitierte von dieser spürbaren Markterholung und zeigte sich anlässlich der Hauptversammlung am 15. Juni 2010 verhalten optimistisch für den weiteren Geschäftsverlauf.

Der wertmäßige Auftragseingang, der alle Geschäftsfelder umfasst, wuchs bis Ende April 2010 um 8 Prozent auf 588 Millionen Euro (Vorjahr: 542 Millionen Euro). Die Umsatzerlöse nahmen im selben Zeitraum noch leicht um 2 Prozent auf 532 Millionen Euro (Vorjahr: 545 Millionen Euro) ab. An diesem Umsatzrückgang war hauptsächlich das Neugeschäft mit minus 8 Prozent beteiligt. Dieser Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass im 1. Quartal 2009 noch der hohe Auftragsbestand aus dem Jahr 2008 abgearbeitet wurde. Das Miet- und Gebrauchtgerätegeschäft erwies sich in den ersten vier Monaten 2010 mit zusammen plus 1 Prozent als stabil, der Kundendienstumsatz wuchs sogar um 4 Prozent. Der Auftragsbestand des Neugeschäftes lag zum 30. April 2010 mit 262 Millionen Euro um 12 Prozent über dem Vorjahreswert (Vorjahr: 234 Millionen Euro). Gegenüber dem Bestandswert von 208 Millionen Euro zum Jahresende 2009 ergab sich ein Aufbau um 26 Prozent beziehungsweise 54 Millionen Euro.

Im Rahmen der Hauptversammlung am 15. Juni 2010 wurde den Aktionären zur Beschlussfassung vorgeschlagen, die Dividende je Stammaktie zu streichen und die Dividende je Vorzugsaktie auf die satzungsgemäße Mindestdividende von 12 Cent zu kürzen. Damit tragen Vorstand und Aufsichtsrat der negativen Ertragsentwicklung des Jahres 2009 Rechnung.

Die Weltwirtschaft setzte in den ersten vier Monaten des Jahres 2010 ihre konjunkturelle Erholung mit regional unterschiedlicher Dynamik fort. Die Flurförderzeugindustrie profitierte von den verbesserten Rahmenbedingungen, sodass sich die weltweite Nachfrage nach Flurförderzeugen um 50 Prozent auf 245,1 Tausend Einheiten (Vorjahr: 163,8 Tausend Einheiten) erhöhte. Asien verzeichnete mit 87 Prozent den stärksten Zuwachs. Hierzu trug China mit 117 Prozent überproportional bei. Das europäische Marktvolumen erhöhte sich um 19 Prozent. Während Westeuropa nur um rund 11 Prozent zulegte, stieg die Nachfrage in Osteuropa um 74 Prozent an. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass das Marktvolumen dort im vergangenen Jahr um 77 Prozent geschrumpft war. Der nordamerikanische Markt wies einen Anstieg um 30 Prozent auf.

Jungheinrich geht in seiner Einschätzung für den Welthandel trotz der schwierigen Entwicklung einiger Volkswirtschaften im Euro-Raum von einer Fortsetzung der weltweiten konjunkturellen Erholung aus. Basierend auf der bereits zu Beginn des Jahres zu verzeichnenden Nachfragesteigerung in der Flurförderzeugbranche ist eine Zunahme des weltweiten Marktvolumens für Flurförderzeuge zwischen 15 bis 25 Prozent auf 630 bis 680 Tausend Fahrzeuge wahrscheinlich. „Aufgrund der seit Jahresbeginn zu verzeichnenden Nachfragebelebung gehen wir von einer Steigerung des Auftragseinganges auf über 1,7 Milliarden Euro und beim Konzernumsatz ebenfalls auf über 1,7 Milliarden Euro für 2010 aus. Hierauf aufbauend und unter Berücksichtigung der weiteren Konsolidierungsschritte dürften wir ein operatives Ergebnis im unteren bis mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erwirtschaften. Die Geschäftsentwicklung unseres Unternehmens wird im weiteren Verlauf von Konsolidierung, Wachstum und Ertragsverbesserung geprägt sein“, erklärte Hans-Georg Frey, Vorsitzender des Vorstandes.

Jungheinrich gehört zu den international führenden Unternehmen in den Bereichen Flurförderzeug-, Lager- und Materialflusstechnik. Als produzierender Dienstleister und Lösungsanbieter der Intralogistik steht das Unternehmen seinen Kunden mit einem umfassenden Produktprogramm an Staplern, Regalsystemen, Dienstleistungen und Beratung zur Seite. Die Jungheinrich-Aktie wird an allen deutschen Börsen gehandelt.

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