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FalcOn
19.02.2026

Jungheinrich zeigt Hochvolt-Zukunft: FalcOn feiert Premiere

Mit dem FalcOn gibt Jungheinrich einen Ausblick auf die nächste Entwicklungsstufe elektrischer Schwerlaststapler.

  • Hochvolt-Technologie für schwere Gegengewichtsstapler mit außergewöhnlicher Umschlagsleistung
  • Dauerhaft abrufbare Performance, einzigartige Hub- und Senkgeschwindigkeiten und ultraschnelles Laden für maximale Verfügbarkeit und Produktivität
  • Entwickelt für hochfrequenten Dauereinsatz mit Fokus auf harte Innen- und Außeneinsätze

Hamburg – Mit dem FalcOn präsentiert Jungheinrich einen innovativen Elektrostapler für leistungsintensive, schwere Anwendungen in der Intralogistik. Der Gegengewichtsstapler basiert auf der aktuellen EFG Baureihe 5 und wurde entwickelt, um die Integration von Hochvolt-Technologie unter realistischen Rahmenbedingungen zu erproben.

Im Mittelpunkt stehen Einsatzszenarien, in denen elektrische Stapler bislang an Grenzen stoßen – etwa bei hohen Lasten, langen Steigungsfahrten oder im dauerhaften Außeneinsatz unter anspruchsvollen klimatischen Bedingungen. Genau hier setzt der FalcOn an und adressiert Branchen wie die Getränke-, Baustoff- oder Automobilzulieferlogistik, in denen heute häufig noch verbrennungsmotorische Fahrzeuge dominieren.

„Mit dem FalcOn wollen wir zeigen, dass elektrische Stapler auch in den härtesten Einsatzprofilen eine echte Alternative zum Verbrenner sein können“, sagt Andreas Schiller, Global Portfolio Lead Counterbalance Heavy Trucks bei Jungheinrich. „Dazu haben wir ein komplett neues, optimal aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem entwickelt, das in dieser Form bislang einzigartig ist. Der Gegengewichtstapler ist ein sichtbarer Beleg dafür, welches Leistungspotenzial in der Hochvolt-Technologie steckt.“

Leistungsfähigkeit, die im Arbeitsalltag den Unterschied macht

Ausgelegt ist der FalcOn auf eine Tragfähigkeit von 5.000 Kilogramm bei einem Lastschwerpunkt von 600 Millimetern – ein typisches Anforderungsprofil für schwere Umschlagsprozesse im Außen- und Innenbereich. In Verbindung mit einer sehr dynamischen Beschleunigung und einer Fahrgeschwindigkeit von bis zu 26 km/h zeigt das Fahrzeug, wie groß der Zugewinn an Umschlagleistung beim Transport schwerer Lasten im Elektrostaplerbereich sein kann. So erreicht der Stapler die 15-Meter-Marke in rund 4,6 Sekunden mit Last und etwa 4,0 Sekunden ohne Last.

Auch beim Heben setzt das Hochvolt-Fahrzeug Maßstäbe: Mit einer Hubgeschwindigkeit von 0,6 m/s unter Last demonstriert der Stapler, welches Produktivitätspotenzial sich durch eine leistungsstabile Hydraulik erschließen lässt, insbesondere bei hochfrequenten Hub- und Absetzvorgängen im Dauereinsatz.

Ein zentraler Faktor für die hohe Verfügbarkeit ist die Schnellladefähigkeit des Hochvolt-Systems. Über eine automotive-konforme CCS-2-Schnittstelle kann der FalcOn mit Gleichstrom und Ladeleistungen von bis zu 150 kW geladen werden. In der Praxis bedeutet das: Ein Zeitfenster von rund 30 Minuten reicht aus, um den Akku von etwa 20 auf 80 Prozent zu laden, ein entscheidender Vorteil für hochfrequente Mehrschichtanwendungen mit kurzen Standzeiten.

Integriertes Hochvolt-System für maximale Produktivität

Technologisch setzt Jungheinrich beim FalcOn auf ein vollständig integriertes Antriebskonzept. Herzstück ist ein aktiv gekühltes Hochvolt-System, bei dem alle zentralen Antriebskomponenten wassergekühlt ausgeführt sind. Dadurch bleibt die Leistungsabgabe auch bei hoher Dauerbelastung und hohen Außentemperaturen stabil, ohne die für elektrische Stapler typischen Leistungsbegrenzungen.

Hinzu kommt ein feinfühliges Antriebskonzept mit einzeln angesteuerten Radmotoren. Diese Architektur, bekannt aus dem Automobilbereich, ermöglicht ein sehr präzises Ansprech- und Reversierverhalten und trägt damit wesentlich zur hohen Produktivität bei häufigen Richtungswechseln und anspruchsvollen Manövern bei.

„Entscheidend ist nicht allein die Höhe der Spannung, sondern das Zusammenspiel aller Komponenten“, erläutert Dr. Jasper Schnack, Projektleiter der Entwicklung des FalcOn bei Jungheinrich. „Erst durch aktive Kühlung, eine passende Systemarchitektur und eine präzise Applikation kann die Hochvolt-Technologie ihre potenziellen Vorteile im schweren Staplersegment auch wirklich voll ausspielen.“

Technologievision mit Perspektive

Der FalcOn wird auf der LogiMAT 2026 zu sehen sein und steht exemplarisch für die technologische Entwicklungsrichtung von Jungheinrich im Heavy-Truck-Segment. Parallel bereitet das Unternehmen eine nächste Projektstufe vor, in der ausgewählte Kunden frühzeitig in die Weiterentwicklung des schweren Elektrostaplers mit Hochvolt-Technologie eingebunden werden sollen.

„Unser Anspruch ist es, gemeinsam mit Kunden herauszufinden, wie sich diese Technologie künftig sinnvoll in reale Anwendungen überführen lässt“, so Schiller. „Der FalcOn markiert dafür einen wichtigen Startpunkt.“

Mit dem Hochvolt-Fahrzeug unterstreicht Jungheinrich seine Ambition, auch im schweren Gegengewichtsstaplersegment leistungsstarke, emissionsfreie Lösungen voranzutreiben – praxisnah, innovativ und mit klarem Fokus auf den Kundennutzen.

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Portrait Benedikt Nufer

Dr. Benedikt Nufer

Pressesprecher

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