Mit der Modernisierung und Erweiterung des automatisierten Logistiksystems stärkt das Liebherr-Werk Ehingen die Leistungsfähigkeit seiner globalen Ersatzteillogistik und schafft zusätzliche Reserven für die Kranproduktion der kommenden Jahre.
Hamburg/Ehingen – Die Liebherr-Werk Ehingen GmbH, weltweit führender Hersteller von Mobil- und Raupenkranen, hat Jungheinrich mit der Erweiterung ihres automatisierten Logistiksystems am Standort Ehingen beauftragt. Das Projekt umfasst den Umbau der beiden bestehenden Kommissionierarbeitsplätze und die Integration von vier zusätzlichen Goods-to-Person Service Center (GSC)-Arbeitsplätzen. Die Stationen sorgen für die automatische Bereitstellung von Behältern und Paletten mit kurzen Zugriffszeiten und ergonomischer, prozesssicherer Bedienumgebung – entscheidend für eine effiziente Materialversorgung in der Kranproduktion.
Höhere Kapazität für weltweite Ersatzteilversorgung
Mit der Erweiterung reagiert Liebherr aufsteigende Leistungsanforderungen und das Wachstum der Märkte. Die neuen Arbeitsplätze werden nahtlos in die bestehende Paletten- und Behälterfördertechnik integriert. Mit einer Systemleistung von bis zu 120 Paletten pro Stunde pro Linie schafft das Unternehmen die Grundlage für einen leistungsfähigen und zukunftssicheren Materialfluss.
„Die Erweiterung unseres automatisierten Logistiksystems ist ein wichtiger Schritt, um die Lieferperformance unserer Ersatzteile langfristig abzusichern“, erklärt Mario Allesch, Leitung Ersatzteillogistik und Versand der Liebherr-Werk Ehingen GmbH. „Flexibilität, hohe Prozesssicherheit und ergonomisch optimierte Abläufe sind zentrale Anforderungen unserer Intralogistik. Jungheinrich erfüllt diese mit großer technischer Kompetenz und langjähriger Erfahrung.“
Komplettlösung aus einer Hand
Jungheinrich übernimmt als Generalunternehmer die gesamte Umsetzung – vom mechanischen Ausbau über die Integration der Fördertechnik bis zur vollständigen softwareseitigen Integration der Erweiterung in das bestehende Jungheinrich WMS. Zudem wird die dem Kunden zur Verfügung stehende virtuelle, digitale Testumgebung angepasst, um die Anlagenerweiterung vorab realitätsnah zu prüfen und einen reibungslosen Übergang in den Betrieb sicherzustellen.
„Die Integration neuer Arbeitsplätze in eine laufende Bestandsanlage stellt besondere Anforderungen an Planung und Umsetzung“, erläutert Sven Christ, technischer Projektmanager bei Jungheinrich. „Mit der Erweiterung gewinnt Liebherr zusätzliche Kapazität und gleichzeitig maximale Zukunftssicherheit. Die nahtlose Integration in die bestehende Systemlandschaft sichert einen durchgängig stabilen Betrieb.“
Die Entscheidung für Jungheinrich basiert auf einer langjährigen erfolgreichen Zusammenarbeit. Ausschlaggebend waren insbesondere die schnelle und präzise Ausarbeitung der Lösung, die proaktive Identifikation weiterer Optimierungspotenziale sowie die umfassende technische Expertise. Das Projekt knüpft an die kontinuierliche Weiterentwicklung der intralogistischen Infrastruktur am Standort Ehingen an und stärkt die Partnerschaft zwischen beiden Unternehmen weiter. Die Inbetriebnahme der erweiterten Anlage ist für das zweite Quartal 2026 vorgesehen.