Seit fast 40 Jahren engagiert sich Jungheinrich Mitarbeiter Mirco Grönwoldt beim Technischen Hilfswerk (THW). Dabei hat er Fähigkeiten wie Führung, Teamarbeit, Veränderungskompetenz und die Motivation von Menschen entwickelt, die er heute auch in seinen Berufsalltag einbringt.
Was haben Katastrophenschutz und Prozessoptimierung gemeinsam? Auf den ersten Blick wenig. Doch wer über Jahrzehnte ehrenamtlich Verantwortung übernimmt, Teams führt und Menschen für gemeinsame Ziele motiviert, entwickelt Fähigkeiten, die auch in Unternehmen gefragt sind.
Mirco Grönwoldt kennt beide Welten. Während er bei Jungheinrich im zentralen Lean-Team daran arbeitet, Prozesse zu verbessern und Zusammenarbeit effizienter zu gestalten, engagiert er sich seit fast 38 Jahren beim Technischen Hilfswerk (THW).
Sein Weg begann nach der Ausbildung eher pragmatisch. Statt des Wehrdienstes entschied er sich für den Ersatzdienst beim THW.
„Was als formale Verpflichtung begann, wurde schnell zu einer Herzensangelegenheit“, sagt Grönwoldt. ![]()
Im Laufe der Jahre übernahm er unterschiedlichste Aufgaben, engagierte sich in der Öffentlichkeitsarbeit und arbeitete in Einsatzeinheiten mit. Seit 2011 ist er Ortsbeauftragter des THW Kaltenkirchen und verantwortet die Leitung des Standorts sowie die Zusammenarbeit zahlreicher Fachbereiche und Einheiten.
Was Mirco Grönwoldt im Ehrenamt besonders schätzt, sind nicht technische Herausforderungen oder organisatorische Aufgaben, sondern die Arbeit mit Menschen.
„Mir ist wichtig, dass das, was wir tun, Sinn ergibt und gleichzeitig Freude macht. Für mich selbst natürlich, vor allem aber für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.“
Für ihn besteht erfolgreiche Führung vor allem darin, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen: Orientierung geben, Zusammenarbeit ermöglichen und Menschen dabei unterstützen, ihre Stärken einzubringen.
„Gerade im Ehrenamt ist das entscheidend“, so Grönwoldt. „Schließlich engagieren sich Menschen freiwillig. Wer sie langfristig für eine gemeinsame Aufgabe begeistern möchte, muss überzeugen, motivieren und Sinn vermitteln.“
Besonders freut es ihn, wenn Helferinnen und Helfer dem THW über viele Jahre treu bleiben und gemeinsam etwas bewegen. Das ist für ihn das deutlichste Zeichen für gute Zusammenarbeit.
Viele der Erfahrungen, die Mirco Grönwoldt im Ehrenamt gesammelt hat, begleiten ihn heute auch bei Jungheinrich. Im zentralen Lean-Team arbeitet er gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen daran, Prozesse weiterzuentwickeln und Lösungen zu schaffen, die Kundennutzen, Effizienz und Zusammenarbeit in den Mittelpunkt stellen. Dabei geht es nicht nur um Methoden oder Abläufe, sondern vor allem darum, Menschen für Veränderungen zu gewinnen.
„Führung, Motivation und Sinnvermittlung spielen im Ehrenamt wie im Beruf eine zentrale Rolle“, erklärt er.
Gerade wenn neue Prozesse eingeführt oder bestehende Arbeitsweisen verändert werden, komme es darauf an, unterschiedliche Perspektiven einzubinden und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln. Die Fähigkeit, Menschen mitzunehmen und Veränderungen verständlich zu machen, habe er über viele Jahre im Ehrenamt intensiv weiterentwickelt.
Neben Führungskompetenz stärkt ehrenamtliches Engagement auch Fähigkeiten wie Kommunikation, Organisation, Eigenverantwortung und Teamarbeit. Kompetenzen, die nicht nur in Einsätzen des THW gefragt sind, sondern auch in der täglichen Zusammenarbeit bei Jungheinrich. Denn erfolgreiche Zusammenarbeit lebt davon, Verantwortung zu übernehmen, andere einzubinden und gemeinsam Lösungen zu entwickeln – Prinzipien, die auch die Jungheinrich Unternehmenskultur, den Yellow Way, prägen.
So erfüllend das Ehrenamt für Mirco Grönwoldt ist, weiß er auch um die Herausforderungen. Beruf, Ehrenamt und Privatleben über viele Jahre miteinander zu vereinbaren, erfordert Zeit, Energie und persönliches Engagement.
Nach 15 Jahren als Ortsbeauftragter und drei Amtszeiten stand im August turnusgemäß erneut die Wahl an. Mit 95 Prozent der Stimmen wurde er von seinem Team für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Danach wird er auf insgesamt 43 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit zurückblicken können.
„Dann reicht es aber auch für mich“, sagt er mit einem Schmunzeln. „Dann möchte ich wieder mehr Zeit für mein Privatleben haben.“
Was bleibt, sind mehr als vier Jahrzehnte voller Verantwortung, Zusammenhalt und persönlicher Entwicklung. Und die Erkenntnis, dass ehrenamtliches Engagement nicht nur der Gesellschaft zugutekommt, sondern auch Fähigkeiten fördert, von denen Teams, Kolleginnen und Kollegen sowie Unternehmen profitieren können.