2024 beauftragte Landguth Heimtiernahrung Jungheinrich mit der Realisierung eines automatisierten Distributionszentrums. 2025 ging das automatische Schmalganglager (AutoVNA) live.
Hamburg / Niederlangen – Die Landguth Heimtiernahrung GmbH hat Jungheinrich mit der Erweiterung ihres automatisierten Distributionszentrums am Standort Niederlangen beauftragt. Grundlage ist ein 2024 bei Jungheinrich beauftragtes automatisches Schmalganglager, das 2025 erfolgreich in Betrieb genommen wurde. Aufgrund einer sehr guten Geschäftsentwicklung stößt das Lager an seine Kapazitätsgrenzen und soll erweitert werden.
Die Ausgangslage: Automatisches Schmalganglager mit 34 Gassen, Fördertechnik und integrierter Mobile-Robot-Flotte
Das 2025 fertiggestellte Distributionszentrum ist als vollautomatisierter Neubau konzipiert. Das automatische Schmalganglager umfasst 34 Gassen mit 58.152 Stellplätzen, einer Ganglänge von 95 Metern und einer Einlagerungshöhe von 9,70 Metern. Vier automatisierte und über Stromschienen mit Energie versorgte Schmalgangstapler vom Typ EKX 516ka übernehmen die Ein- und Auslagerung im Hochregal. Acht Autonomous Mobile Robots (AMR) vom Typ arculee M verbinden die Palettenfördertechnik mit dem automatischen Schmalganglager: Sie transportieren Paletten von der Fördertechnik ins Lager und zurück, navigieren autonom durch das Lager und laden automatisch zwischen. Die Steuerung der im 16/5-Betrieb laufenden Fahrzeuge erfolgt über das Jungheinrich Warehouse Control System (WCS), das an das kundenseitige Warehouse Management System (WMS) angebunden ist.
Die Erweiterung: Vier weitere EKX 516ka und acht zusätzliche arculee M
Das anhaltende Unternehmenswachstum erfordert bereits kurz nach dem Go-live des automatischen Schmalganglagers eine weitere Steigerung der Durchsatzkapazität. Die Erweiterung erfolgt im laufenden Betrieb und nahezu ohne Unterbrechungen der laufenden Lagerprozesse. Für ein Distributionszentrum mit durchgehender Lieferverpflichtung ist das eine zentrale Anforderung und ein wesentliches Merkmal der gewählten Systemarchitektur.
„Das Hochfahren einer so komplexen Anlage mit Anpassung an unsere gewachsenen Systemstrukturen war kein triviales Unterfangen – das war uns bewusst. Was uns überzeugt hat, war die Art, wie Jungheinrich dabei an unserer Seite stand: lösungsorientiert und konsequent, bis die Anlage stabil lief. Dass wir jetzt bereits erweitern, ist die logische Konsequenz aus unserem Wachstum und dem Vertrauen in ein Team, das auch dann liefert, wenn es anspruchsvoll wird“, sagt Lars Reise, Leiter Planung & Logistik bei der Landguth Heimtiernahrung GmbH.
„Die erneute Beauftragung durch Landguth zeigt, was skalierbare Automatisierung in der Praxis bedeutet: eine Anlage, die mit dem Unternehmen wächst. Ohne Stillstand oder Systembruch”, sagt Mathias Salterberg, Fachberater Logistiksysteme bei Jungheinrich.