Viele Unternehmen behaupten, nachhaltig zu sein. Doch wie lässt sich das wirklich belegen? Helen Kappel, Head of Sustainability Governance bei Jungheinrich, erklärt, warum wir auf unabhängige Ratings setzen.
Nachhaltigkeit braucht Transparenz: Jungheinrich macht seine Fortschritte messbar und nutzt unabhängige ESG-Ratings, um die eigene Leistung objektiv einzuordnen und weiterzuentwickeln.
Ratings zeigen unterschiedliche Perspektiven: Bewertungsplattformen wie CDP, EcoVadis, ISS ESG und Sustainalytics betrachten verschiedene Bereiche nachhaltigen Wirtschaftens – von Klimaschutz über Lieferketten bis zu ESG-Risiken.
Spitzenbewertungen sind Ansporn für die Zukunft: Mit Top-Ergebnissen wie EcoVadis-Platin und der CDP-Bestnote „A“ zeigt Jungheinrich seine starke Nachhaltigkeitsleistung – und arbeitet kontinuierlich an weiteren Verbesserungen.
Nachhaltigkeit lebt von Transparenz: Nur wer Fortschritte klar messen kann, kann auch Erfolge sichtbar machen und gezielt an Verbesserungen arbeiten. Deshalb setzt Jungheinrich auf unabhängige ESG-Ratings, die die eigene Nachhaltigkeitsleistung aus verschiedenen Perspektiven bewerten. Im Interview spricht Helen Kappel, Head of Sustainability Governance bei Jungheinrich, über die Bedeutung dieser Bewertungen, die aktuellen Ergebnisse und darüber, warum gute Ratings für sie nicht das Ende, sondern der Ansporn für die nächsten Schritte sind.
Nachhaltigkeit lässt sich nur dann glaubwürdig bewerten, wenn sie messbar ist. Deshalb legen wir unsere Daten und Fortschritte transparent offen, etwa in unserer Nachhaltigkeitserklärung und im ESG Factbook, und lassen unsere Leistungen zusätzlich regelmäßig von unabhängigen Ratingagenturen bewerten. ESG-Ratings von führenden Akteuren wie CDP, EcoVadis, ISS ESG und Sustainalytics geben uns eine objektive Einschätzung und zeigen uns, wo wir heute stehen und wo wir uns weiter verbessern können. Diese externen Bewertungen sind nicht nur für unsere eigene Nachhaltigkeitsleistung ein wichtiger Maßstab, sondern auch ein Benchmark im Wettbewerb. Außerdem schaffen sie Transparenz gegenüber unseren Stakeholdern wie Kunden oder Investoren.
Wir setzen bewusst auf verschiedene Ratings, weil sie Nachhaltigkeit aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. CDP fokussiert zum Beispiel explizit die Umweltleistung, EcoVadis ist breiter angelegt und bewertet auch, wie wir Themen wie Arbeitsbedingungen, Ethik und Lieferketten managen. Andere Ratings wie ISS ESG oder Sustainalytics setzen stärker auf den Branchenvergleich oder die Frage, wie widerstandsfähig unser Geschäftsmodell gegenüber ESG-Risiken ist. Zusammen ergeben diese Perspektiven ein differenziertes Bild und helfen uns, unsere Nachhaltigkeitsleistung ganzheitlich zu steuern.
Wir sind auf einem guten Weg. Die Rankings beweisen: Wir gehören in zentralen Bereichen bereits heute zu den führenden Unternehmen. Wir wurden 2025 von EcoVadis erneut mit dem Platin-Status ausgezeichnet, inzwischen zum fünften Mal in Folge. Damit zählen wir laut EcoVadis weiterhin zu den besten ein Prozent der bewerteten Unternehmen weltweit. Gerade vor dem Hintergrund steigender Anforderungen ist das ein klares Signal für die Qualität und Konsistenz unserer Nachhaltigkeitsarbeit.
Auch unser CDP-Ergebnis unterstreicht diesen Anspruch. Wir setzen unsere Klimastrategie konsequent um und haben dank dieser Fortschritte 2025 die Bestnote „A“ erhalten. Bei CDP steht A für „Leadership“ und damit für Unternehmen, die beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen, Emissionen wirksam senken und dies transparent belegen können.
Beides. Natürlich freuen wir uns über sehr gute Bewertungen. Sie zeigen, dass wir mit unserem Ansatz richtig liegen und in vielen Bereichen bereits auf einem sehr hohen Niveau agieren. Gleichzeitig verstehen wir Ratings bewusst als Steuerungsinstrument. Sie helfen uns, unsere Leistung im Markt einzuordnen, Prioritäten zu setzen und unsere Nachhaltigkeitsstrategie gezielt weiterzuentwickeln. Gerade im Vergleich mit anderen Unternehmen wird sichtbar, wo wir bereits eine führende Rolle einnehmen und wo wir noch Potenziale haben.
Nachhaltigkeit ist kein Ziel, das wir einmal erreichen und abhaken. Es ist ein kontinuierlicher Transformationsprozess. Wir sind auf einem guten Weg und in wichtigen Bereichen wie dem Klimaschutz bereits sehr gut aufgestellt. Gleichzeitig arbeiten wir kontinuierlich daran, unsere Leistungen weiter zu verbessern und unsere ambitionierten Ziele noch konsequenter messbar und steuerbar zu machen.
Entscheidend ist für uns aber weniger der Status quo als die Wirkung: Wir wollen nachhaltige Lösungen entwickeln, die Wirkung entfalten und dabei eine aktive Rolle in der Transformation unserer Branche übernehmen.