Seit seinem Praktikum arbeitet Philipp Priller mit Jungheinrich zusammen. Im Interview spricht er über seinen Karriereweg, die Zusammenarbeit mit Jungheinrich und welche Erfahrungen ihn besonders geprägt haben.
Wie entstehen Innovationen? Oft dort, wo Wissenschaft und Praxis eng zusammenarbeiten. Genau diesen Weg ist Philipp Priller gegangen. Was mit einem Praktikum in der Abteilung Simulation bei Jungheinrich begann, entwickelte sich über Bachelorarbeit, Forschungs-Master und Werkstudententätigkeit zu einer langfristigen Zusammenarbeit. Heute promoviert er an der OTH Regensburg im Bereich Fahrzeugakustik – mit Jungheinrich als Industriepartner.
Im Interview erzählt Philipp, warum ihn die Verbindung von Forschung und Praxis begeistert, welche Rolle Jungheinrich auf seinem Karriereweg spielt und weshalb Studierende von Industriekooperationen besonders profitieren.
Der erste Kontakt entstand durch ein Praktikum in der Abteilung Simulation in Moosburg. Im Anschluss durfte ich dort meine Bachelorarbeit schreiben und mich mit der simulationsgestützten Optimierung der Fahrerkabine eines Elektrostaplers beschäftigen. Dabei ging es darum, Schwingungen zu reduzieren und den Fahrkomfort sowie die Akustik zu verbessern.
Nach dem Bachelor habe ich mein Maschinenbaustudium im Forschungs-Master an der OTH Regensburg fortgesetzt. Gemeinsam mit Jungheinrich konnte ich meine Arbeit im Bereich Fahrzeugakustik weiter vertiefen, parallel als Werkstudent praktische Erfahrungen sammeln und schließlich meine Masterarbeit zu akustischen Mess- und Simulationsmethoden schreiben. Heute arbeite ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der OTH Regensburg und promoviere im selben Forschungsfeld.
Für mich ist es vor allem die Verbindung von wissenschaftlicher Forschung und realen Herausforderungen aus der Industrie. Viele Fragestellungen, mit denen ich mich beschäftige, haben einen direkten Bezug zur Praxis. Dadurch sehe ich unmittelbar, welchen Nutzen meine Arbeit haben kann.
Gleichzeitig habe ich bei Jungheinrich erlebt, dass jungen Ingenieurinnen und Ingenieuren viel Vertrauen entgegengebracht wird. Man übernimmt früh Verantwortung, wird aber jederzeit fachlich unterstützt. Diese Kombination hat mich sowohl fachlich als auch persönlich weitergebracht.
Im Mittelpunkt meiner Forschung steht die Akustik elektrischer Fahrantriebe. Ich untersuche, wie Körperschall entsteht und wie sich akustische Eigenschaften bereits in frühen Entwicklungsphasen zuverlässig bewerten lassen. Ziel ist es, die Fahrzeugentwicklung noch zielgerichteter zu gestalten und akustische Anforderungen frühzeitig abzusichern.
Jungheinrich ist dabei ein wichtiger Industriepartner. Die Zusammenarbeit liefert praxisnahe Fragestellungen und ermöglicht es, wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in die Entwicklung einfließen zu lassen.
Ein echtes Highlight war für mich der Launch der neuen EFG-Baureihen 2/2i und 3/3i. Das umfassend überarbeitete Akustik- und Vibrationskonzept trägt dazu bei, dass die Fahrzeuge mit einem Geräuschpegel von nur 63 dB(A) neue Maßstäbe setzen. Zu wissen, dass meine Forschung einen kleinen Beitrag dazu leisten konnte, ist ein tolles Gefühl.
Ich würde jedem empfehlen, möglichst früh praktische Erfahrungen zu sammeln. Im Studium lernt man die theoretischen Grundlagen – wie man sie in der Praxis anwendet, erlebt man erst in realen Projekten. Industriekooperationen helfen dabei, die eigenen Interessen zu entdecken, fachlich zu wachsen und wertvolle Kontakte für den weiteren Karriereweg zu knüpfen. Für mich war genau diese Verbindung aus Wissenschaft und Praxis der entscheidende Schritt.