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Auf der rechten Seite sind drei gelbe Schubmaststapler zu sehen. Links der Schriftzug "70 Jahre Schubmaststapler"
Innovation & Technologien
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03.09.2026

70 Jahre Schubmaststapler: Wie Erfahrung den nächsten Entwicklungsschritt ermöglicht

Vor 70 Jahren brachte unser Firmengründer Friedrich Jungheinrich das Prinzip des Schubmaststaplers nach Europa. Heute fließen diese Erfahrungen in eine neue Fahrzeuggeneration ein, die konsequent an den Anforderungen moderner Lager ausgerichtet ist.

Das Wichtigste auf einen Blick 

  • 70 Jahre Schubmaststapler Kompetenz: Seit der Einführung des ersten „Ameise Retrak“ im Jahr 1956 entwickelt Jungheinrich Schubmaststapler konsequent entlang der Anforderungen im Lageralltag weiter. 

  • Erfahrung trifft Daten: Erkenntnisse aus 70 Jahren Entwicklung werden heute durch die Analyse von Betriebsdaten aus rund 30.000 Schubmaststaplern ergänzt und fließen direkt in neue Fahrzeugkonzepte ein. 

  • Der ETV 4i als nächster Entwicklungsschritt: Die jüngste Generation der ETV-i-Familie wurde für besonders intensive Lageranwendungen entwickelt und steigert den Palettenumschlag durch schnellere Hub- und Mastbewegungen sowie moderne Assistenzsysteme. 

Die Geschichte des Schubmaststaplers bei Jungheinrich beginnt in den 1950er-Jahren. Lagerflächen wurden knapper, Regalgänge schmaler und Unternehmen suchten nach Möglichkeiten, vorhandenen Raum effizienter zu nutzen. Friedrich Jungheinrich erkannte damals das Potenzial einer aus den USA stammenden Idee: ein Fahrzeug mit vor- und zurückfahrbarem Hubmast.

1956 brachte Jungheinrich mit dem „Ameise Retrak“ den Schubmaststapler nach Deutschland und Europa. Bereits die frühen Modelle ermöglichten durch schmalere Arbeitsgänge bis zu 30 Prozent Raumgewinn und legten den Grundstein für eine Entwicklung, die bis heute anhält. 

Innovation entlang der Praxis 

Schubmaststapler ETV 4i Über die Jahrzehnte entstanden neue Fahrzeugkonzepte, Lösungen für eine komfortable Bedienung und technische Innovationen. Meilensteine wie der Multi-Pilot, die Einführung der Drehstromtechnik oder später die integrierte Lithium-Ionen-Batterie trugen dazu bei, Produktivität, Sicherheit und Bedienkomfort kontinuierlich weiterzuentwickeln. 

Ein wichtiger Schritt gelang 2018 mit dem ETV 216i. Als weltweit erster serienmäßiger Schubmaststapler mit fest integrierter Lithium-Ionen-Batterie brauchte er keinen klassischen Batterietrog mehr. Dadurch verbesserte sich der Komfort für Fahrerinnen und Fahrer: Es blieb mehr Platz für die Beine, und auch die Sicht auf Radarme und Last wurde besser. Auf diesem Konzept basiert bis heute die aktuelle ETV-i-Familie. 

Von Erfahrungswissen zu Betriebsdaten 

Die drei Schubmaststapler ETV 2i, ETV 3i und ETV 4i stehen im Zentrum des Bildes vor schwarzem Hintergrund. Was sich in den vergangenen 70 Jahren verändert hat, sind die Möglichkeiten, Anforderungen an die Fahrzeuge, etwa durch Telematikboxen, sichtbar zu machen.  

„Wir sprechen weiterhin mit Kunden und Vertrieb, sehen heute aber zusätzlich in den Betriebsdaten, wie im Lager tatsächlich gearbeitet wird“, sagt Henning Rust, Produktmanager Schubmaststapler bei Jungheinrich. 

Die Auswertung zusammengefasster Daten von rund 30.000 Schubmaststaplern zeigte, wie unterschiedlich die Fahrzeuge in der Praxis eingesetzt werden. Daraus entstand die Aufteilung in die Baureihen ETV 2i, ETV 3i und ETV 4i, die jeweils für bestimmte Aufgaben im Lager ausgelegt sind. 

Das nächste Kapitel der Schubmaststapler Geschichte 

Während es 1956 vor allem darum ging, knappen Lagerraum besser zu nutzen, stehen heute Geschwindigkeit und Leistung im Mittelpunkt. Bei intensiver Nutzung zählen jede Bewegung und jede Sekunde. 

Der ETV 4i schreibt diese Geschichte nun weiter. Wie schon beim ersten Retrak steht dabei eine konkrete Herausforderung aus dem Lageralltag im Mittelpunkt: Wie lässt sich der Palettenumschlag steigern, wenn Fahrzeuge im Zwei- oder Dreischichtbetrieb nahezu ohne Pause im Einsatz sind? Als leistungsstärkstes Modell komplettiert seit Kurzem der ETV 4i die neue ETV-i-Familie und ist genau für solche intensiven Anwendungen ausgelegt. 

Die Antwort liegt nicht einfach in höherer Fahrgeschwindigkeit. Entscheidend ist vielmehr, was am Regal passiert: Der ETV 4i hebt und senkt Paletten schneller und bringt den Mast zügiger in Position. Gerade bei großen Hubhöhen und vielen Ein- und Auslagerungen summieren sich die eingesparten Sekunden – und sorgen so für spürbar flüssigere Abläufe. 

Damit die höhere Leistung auch kontrolliert genutzt werden kann, unterstützen Assistenzfunktionen die Fahrenden bei der präzisen Lastpositionierung. Das ist besonders hilfreich, wenn Paletten in großen Höhen bewegt werden. Mit Tragfähigkeiten von 1.400 bis 2.500 Kilogramm und Hubhöhen von bis zu 14 Metern ist der ETV 4i damit für anspruchsvolle Einsätze in Distributionszentren und in der Produktionsversorgung gerüstet. 

70 Jahre Erfahrung als Fundament 

Von den ersten Retrak-Fahrzeugen bis zur aktuellen ETV-i-Familie gilt: Innovation entsteht dort, wo sie einen konkreten Nutzen schafft. Der ETV 4i führt diese 70-jährige Entwicklung fort. 

In dem „Making of“-Video könnt ihr einen Blick hinter die Kulissen unseres neuen ETV 4i werfen:

 

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