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Die Gewinner des IFOY 2026 Matthias Schneebauer (links) und Immanuel Mark (rechts).
Praxis & Lösungen
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13.08.2026

Ausgezeichnete KI: Wie intelligente Software die Ersatzteillogistik bereits heute verändert

Effizientere Prozesse, bessere Entscheidungen und spürbare Entlastung im Lager: Unsere mit dem IFOY Award 2026 ausgezeichnete KI-Lösung für die Liebherr Group zeigt, welchen Mehrwert intelligente Software schon heute im operativen Betrieb schafft. Matthias Schneebauer und Immanuel Mark im Interview.

Die wichtigsten Erkenntnisse  

  • KI trifft im Lagerbetrieb bereits heute eigenständig operative Entscheidungen. 

  • Unsere IFOY-ausgezeichnete Jungheinrich Lösung zeigt, wie intelligente Software und Daten zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor moderner Intralogistik werden. 

  • Der größte Mehrwert entsteht, wenn Technologie konsequent an die Anforderungen und Prozesse des Kunden angepasst wird. 

Mit einer KI-gestützten Lösung für die Liebherr Group haben wir bei Jungheinrich gezeigt, wie sich komplexe Lagerprozesse in Echtzeit intelligent steuern lassen. Im Mittelpunkt steht eine intelligente Erweiterung des Jungheinrich Warehouse Management Systems (WMS), die Lagerprozesse in Echtzeit analysiert und operative Entscheidungen unterstützt. Dafür haben wir den IFOY Award 2026 in der Kategorie „Integrated Customer Solution“ erhalten. Matthias Schneebauer, Director Product Warehouse Control & Management Software, und Immanuel Mark, Head of Project Implementation WMS, geben Einblicke in das Projekt und erklären, wie künstliche Intelligenz bereits heute den Lageralltag verändert. 

Immanuel, Liebherr verwaltet an seinem Standort in Ehingen bei Ulm rund 90.000 verschiedene Ersatzteile und arbeitet rund um die Uhr. Was war für Jungheinrich die größte Herausforderung bei der Umsetzung des neuen Lagers? Immanuel Mark lächelt frontal in die Kamera.

Immanuel: Eine der größten Herausforderungen bestand darin, die Vielzahl unterschiedlicher Materialströme zu vereinheitlichen und die Lagerprozesse zu standardisieren. Gleichzeitig galt es, die Komplexität des Betriebs so abzubilden, dass sinnvolle und nachhaltige Lösungen entstehen konnten. Der enge Austausch mit dem Kunden war deshalb während des gesamten Projekts ein entscheidender Erfolgsfaktor.

Matthias, welche konkreten Aufgaben übernimmt die KI in der ausgezeichneten Lösung? 

Matthias Schneebauer lächelt frontal in die Kamera. Matthias: Die KI hilft dem Kunden, sein Lager besser zu verstehen und intelligenter zu steuern. Sie lernt kontinuierlich aus Betriebsdaten und bereits getroffenen Entscheidungen und kann so den Materialfluss laufend optimieren. Besonders wertvoll ist sie überall dort, wo in kurzer Zeit viele Entscheidungen getroffen werden müssen. Die KI analysiert permanent die aktuelle Situation im Lager, priorisiert Aufträge und stößt sie zum optimalen Zeitpunkt an. Dadurch werden Abläufe effizienter und die Mitarbeitenden spürbar entlastet. Darüber hinaus automatisiert sie komplexe Entscheidungen, etwa die Priorisierung von Aufträgen auf Basis aktueller Lagerdaten und präzise prognostizierter Durchlaufzeiten. 

Die Lösung geht damit weit über klassische Automatisierung hinaus. Was macht sie aus eurer Sicht besonders?

Immanuel: Das Besondere an unserer Lösung ist, dass sie künstliche Intelligenz bereits heute erfolgreich in den operativen Lageralltag bringt. Während viele noch über mögliche Einsatzszenarien sprechen, schafft unsere KI im Produktivbetrieb bereits jeden Tag einen konkreten Mehrwert. Möglich wird das, weil die eigentliche Intelligenz nicht in den sichtbaren Komponenten der Automatisierung steckt, sondern in der Software. Sie analysiert Daten in Echtzeit, unterstützt komplexe Entscheidungen und sorgt dafür, dass Prozesse effizienter ablaufen und Mitarbeitende spürbar entlastet werden. Das verschafft uns einen klaren Vorsprung im Markt. 

Worauf seid ihr rückblickend besonders stolz? 

Eine Gruppe von zehn Herren lächelt frontal in die Kamera. Immanuel: Besonders stolz sind wir auf die Zusammenarbeit über alle beteiligten Bereiche hinweg. Von der Produktentwicklung über die Projektrealisierung bis zum Support haben viele Teams über Jahre gemeinsam an der Lösung gearbeitet. Gerade während der Inbetriebnahme hat sich gezeigt, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Dieser Teamgeist war ein entscheidender Erfolgsfaktor und hat das Projekt für uns besonders gemacht. 

Wie lange habt ihr an der Lösung gearbeitet? 

Immanuel: Die Grundlagen für unsere KI-Logik reichen bis ins Jahr 2019 zurück. Das konkrete Liebherr-Projekt startete 2020 und wurde anschließend über mehrere Jahre gemeinsam mit dem Kunden kontinuierlich weiterentwickelt. Die ausgezeichnete Lösung ist damit das Ergebnis langjähriger Produktentwicklung, intensiver Projektarbeit und einer engen Partnerschaft mit Liebherr. 

IFOY 2026

Was bedeutet es für euch, dass eure Arbeit nun mit einem IFOY Award ausgezeichnet wurde? 

Matthias: Sie bedeutet uns sehr viel. Zum einen bestätigt sie, dass wir unser Produkt strategisch in die richtige Richtung entwickeln. Zum anderen würdigt sie die enge Zusammenarbeit über viele Teams hinweg. Der eigentliche Erfolg ist aber, dass unsere Lösung jeden Tag im Einsatz ist, den Lagerbetrieb verbessert und den Menschen ihre Arbeit erleichtert. Genau das ist unser Anspruch an Innovation. 

 

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